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WettbewerbsbeiträgeBundeswettbewerb Junges Wandern 2004

„100 km barfuß”

3. Preisträger„Schaffen wir es, in fünf Tagen 100 km barfuß quer durch die Schweiz zu laufen?”

BildDas Team der NOSS Schulzentrum Spiez hat ein Team auf die Beine gestellt, oder besser gesagt auf die Füße gestellt, welches versucht, barfuß in fünf Tagen 100 km weit zu kommen. Das heißt, jeden Tag 20 km weit.
„Wir glauben sagen zu dürfen, dass die letzte Woche für alle von uns etwas Besonderes war. Es war eine Woche mit Hochs und Tiefs und trotzdem oder gerade deswegen wird sie uns noch lange in Erinnerung bleiben. ”
Mit dem Zug fährt die Gruppe nach Entlebuch (ca. 30 km östlich von Luzern) und dann heißt es Schuhe ausziehen und los gehtís. Die Barfuß-Tour endet nach fünf Etappen und ca. 2.300 Höhenmetern, vielen Blasen an den Füßen, schönen Erlebnissen, aber auch Grenzerfahrungen in Spiez am Tuner See. Laut der TeilnehmerInnen eine wunderschöne Wanderung („Man vergisst sogar, dass man barfuß unterwegs ist”).

„Geschafft haben es mit einer Ausnahme eigentlich alle. Nicht alle barfuß, aber wir denken, dass viele von den Schülerinnen, welche aus Schmerz oder aus einem anderen Grund auf dem Weg zwischen Entlebuch und Spiez die Schuhe angezogen haben, vielleicht gleichviel oder sogar noch mehr auf die Zähne beißen mussten, als jene, die Spiez barfuß erreicht haben.”

Kommentar der Jury:

„Barfußwanderungen sind in den letzten Jahren zumindest in Deutschland durchaus in Mode gekommen. Große Barfußparks werden mittlerweile angelegt. Eine 100 km Tour barfuß zurückzulegen, ist jedoch etwas ganz anderes und erfordert mehr von den Beteiligten. Der Jury taten teilweise die Füße allein durch das Anschauen der Fotos weh. Diskutiert wurde auch darüber, ob 100 km nicht zu heftig und überfordernd sind. Bei Betrachtung der Zielgruppe jedoch konnten wir diese Gedanken zur Seite schieben. Eine solche Aktion überhaupt anzugehen, sie durchzustehen, die Zähne zusammen zu beißen, die eigenen Grenzen zu überschreiten und über sich hinauszuwachsen sind Aspekte, die für Schülerinnen und Schüler auch am Beginn des Berufslebens anstehen. Aus dieser Sicht erschien der Jury ein solches Angebot, an dem sich junge Menschen ausprobieren können, sehr sinnvoll.”

Sämtliches Copyright liegt beim Verfasser.

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